Schreibblockade?  Kenne ich nicht ... Ganz im Gegenteil ...

Kenne ich nicht  - Meine Gedanken zu den Projekten

Konrad von Kamm - München

Sicherlich gibt es sie, die Schreibblockade, aber bei meinem Kommissar Konrad von Kamm ist mir das noch nie passiert - Wie die Isar, die Reißende, die ihr hier gerade im Jahre 2009 im Juni sehen könnt, fallen mir sturzbachmäßig ständig neue Fälle zu ihm ein ... Und natürlich spielen die an der Isar ... Meinem liebsten Ort ... Wenn ihr mich also mal dort antreffen solltet und nicht am Schreibtisch - nein, ich liege nicht faul herum und sonne mich, ich denke, ich plane den nächsten Mord - nur für Euch! Im Mai 2017 erscheint Konrad von Kamms 4. Fall - wo er spielt? Natürlich an der Isar!!!

Jolanda - Irland

Im Frühsommer diesen Jahres werde ich euch mitnehmen nach Irland. Was euch dort erwartet? Ein Herrenhaus, in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht, eine Erbin, die sich selbst sucht - und vielleicht die große Liebe findet - aber nicht, dass ihr glaubt, das hätten wir schon alles gehabt. Natürlich klingt das so - aber ihr werdet Augen machen. Ich war selbst so oft in Irland und habe dort selbst einen Vater gehabt, ich weiß wovon ich spreche ... Lasst euch überraschen und das Nachtlicht an ... Es wird thrillermäßig spannend ....

Roxalba -Mittelalter

Oh Aurignac/Frankreich, hier spielt meine Geschichte - tief im Katharer - Land ... Aber nicht, dass ihr meint, ich schreibe einen Katharer - Roman ... nein, da gibt es schon reichlich viele. Die Geschichte spielt zu der Zeit und es gibt auch ein paar Überschneidungen, da meine Helden nun mal nicht vollkommen frei von politischen Umschwüngen ihr Leben meistern können. Aber es geht vor allem um Liebe - um den Wunsch für seine Lieben das Beste zu erlangen. Einen Platz zu finden in dieser Welt, die damals aus den Fugen geriet ... Strahlende Helden, bangende Burgfräulein? Nein, damit kann ich nicht dienen. Verlogene Gestalten, Intrigen, strenge Gesetze, Armut und Elend ... Damit schon eher und mit Liebe - eine Liebe, die die alles übertrumpft, eben weil sie von Gott gemacht ...

Ich gebe es ja zu, jetzt wurde ich etwas pathetisch ... Aber das macht nichts. Ich habe mir überlegt, dass ich das ganze etwas moderner schreibe. Tut dem Leser gut und mir auch. Also wenn ich nicht rumschwurbeln muss und ihr die Zeilen wieder übersetzen ...  Ich schreibe noch dran, es wird noch etwas dauern. Aber ich bin mir sicher, das Buch wird Spaß machen!


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Buchsüchtig? Fragen Sie Ihren Arzt oder Autor!

# Die Buchsüchtigen #

 

Es geistern des Öfteren Bilder durch das Internet, in denen Scherze getrieben werden, alá „Ich kann an jedem Schuhgeschäft vorbeigehen, aber an keinem Buchladen" oder „Die fünf gemeinsten Lügen einer/s Buchsüchtigen - Beispiel: Ich lese nur noch das Kapitel zu Ende ..."

Schön und gut, denke ich mir und muss teilweise grinsen, da ich mich hin und wieder ertappt fühle. Ich lese gerne und ich lese viel und ich möchte darauf auch nicht verzichten. (Manchmal schon exzessiv, weil ich mich vor dem Schreiben drücke und mir einrede, dass dies auch eine Art der Recherche bedeutet.)

 

So, damit tue ich auch keinem weh, weil ich ja schließlich mein eigenes Leben im Halbschlaf meistern muss, wenn ich am Vorabend mal wieder vor lauter Spannung nicht den Schalter der Nachttischlampe finden konnte.

 

Ich will heute von einem anderen Phänomen sprechen, das mich fasziniert und von dem ich denke, dass es relativ neu ist.

 

 

„Buchgewinnspiele können süchtig machen - Mehr Infos unter ..."

 

 

Als ich noch als Hosenmatz in die Bibliothek meines Vertrauens hopste, um mir ein neues Abenteuer von Pumuckel zu holen, fragte mich die Bibliothekarin, wie mir das Buch denn gefallen hätte ... (Sie erwartete allerdings nicht mehr, als eine einsilbige Antwort)

 

Heute darf jeder, der meint, seine Meinung wäre entscheidend auf allen möglichen Foren gerade heraussagen, was er von Büchern hält. Und das ist auch gut so.

Ob es nur einsilbig, zweiwörterig (totaler Scheiß) oder auch langatmig ist - jeder Kommentar zu einem Buch steigert die Aufmerksamkeit und so sind wir Autoren froh, wenn einer etwas sagt und man nicht das Gefühl hat, das Buch für die WWW-Müllhalde geschrieben zu haben!

 

Aber jetzt gibt es da die Buchsüchtigen und ich möchte bald behaupten, dass es sich um eine Krankheit handelt, die eventuell behandelt gehört.

 

Buchsüchtige tummeln sich bevorzugt auf allen Seiten, auf denen man ein Buch gratis abgreifen kann. Sei es bei Leserunden, Gewinnspielen, oder Seiten, auf denen sich Blogger mit Autoren vernetzen.

 

(Bevor es jetzt hier böse Worte gibt: Ich meine nicht Blogger, die ihren Job ernst nehmen, sich durch Stapel von Büchern fressen und die Zeit finden, einen sinnvollen informativen Text zu dem jeweiligen Buch zu schreiben.)

 

Ich meine diese armen Irren, die gemerkt haben, wie toll es ist, auch mal ihre Meinung irgendwo geschrieben zu sehen und davon süchtig wurden. Die merkten, wie sehr ein Wort von ihnen den Autor treffen kann. Plötzlich waren sie auch jemand. Aber wie kommt man weiter an Stoff? Kostet ja schließlich was und wir wollen uns ja nicht auf illegalen Plattformen rumtreiben, wir sind ja vom Fach. (Das sind sie dann auch ganz schnell - also für sich, gefühlt)

 

Also mal ein Gewinnspiel mitgemacht. Ob mich das Buch interessiert? Egal. Hauptsache ich habe was zu lesen und zu rezensieren ....

 

Und dann kommt es das Gefühl, das wir alle kennen: Ich habe gewonnnen! Ich, die nie was gewinnt, habe tatsächlich ein Buch gewonnen! Ist das geil!

 

Ja, ist es.

 

Vor allem ist es geil, wenn man sich dann hinsetzt, liest und danach eine ehrliche Rezension schreibt. Das nennt man nämlich eine Win-Win Situation. Du hattest was zu lesen, ich habe eine Rezension, die hoffentlich ehrlich ausgefallen ist.

 

Ich erinnere: Zuerst hatte die/der Buchsüchtige ein Glücksgefühl, weil er/sie eine Rezension schreiben durfte und endlich mal vor allen seine Meinung sagen durfte, ins Rampenlicht kam, ohne wirklich sein/ihr Gesicht zu zeigen.

 

Jetzt hat er/sie ein Glücksgefühl, weil er/sie ein Buch gewonnen hat.

 

Was ist einfacher? Heutzutage leider, und daran sind wir Autoren und Verlage selbst schuld, ein Buch zu gewinnen.

 

Also machen die armen Süchtigen weiter ein Gewinnspiel nach dem anderen. Ihr SuB wächst. (Für geneigte Leser, die bis hierhin kamen - das heißt „Stapel ungelesener Bücher")

 

Manche posten ihren SuB und stöhnen ganz gewaltig unter der Last ihrer Aufgaben - und bekommen - ihr ahnt es: Mitleid von den anderen Buchsüchtigen ... Ja und da ist es wieder, was sie anheizt.

 

 

Ich fasse zusammen: Aufmerksamkeit, Glücksgefühl, Mitleid - der Grund buchsüchtig zu werden ...

 

Mögliche Auswirkungen: Schlechtes Gewissen der Autoren gegenüber, denen man versprochen hatte, was zum Buch zu sagen, Burnout beim Anblick seines eigenen SuBs.

 

Sprachlosigkeit, wenn es darum geht, Rezensionen zu formulieren.

 

Wege aus dem Dilemma:

 

1. Ich klaue meine Rezensionen von Bloggern, die die echt toll geschrieben haben. Genauso hätte ich es auch gesagt. Der Autor hat seine Sterne und seine Meinung - ist doch egal, was der Blogger davon hält, der Autor. Ich habe eine Rezension gepostet. (Kommt leider wirklich schon vor!)

 

2. Ich lösche mich aus allen Foren. Damit hört auch sofort der Druck auf. Dieses lästige Nachfragen seitens der Autoren, oder Leserundenbetreiber. Ich melde mich natürlich eine Minute später wieder an, natürlich unter anderem Namen. Da war doch gerade so ein geiles Gewinnspiel, das darf ich nicht verpassen.

  

3. Ich melde mich generell immer unter vier verschiedenen Namen in den Foren an. Damit steigt meine Chance auf einen Gewinn und da ich keiner/e von diesen Personen bin, kann mir dieses Anbetteln um meine Meinung voll am Arsch vorbeigehen. Lästig so etwas.

 

4. Ich fange am besten an, ein wenig zu stänkern. Wenn mich noch mal einer fragt, ob ich ihm eine Rezension schreibe- ich meine, wie blöd ist der eigentlich, wenn er/sie mir ein Buch schenkt, wenn er/sie mich gar nicht kennt - dann mache ich ihn nieder. Er kann seine Rezension haben. Allerdings nur ein Stern. Wegen nerven. Und sein doofes Buch lese ich erst recht nicht - wo kommen wir denn dahin? Diese Autoren gehören ja erzogen - die bilden sich sowieso zuviel ein!

 

 

Wege aus der Sucht?

 

1. Verlassen Sie sofort alle Seiten, auf denen es etwas zu gewinnen gibt.

 

2. Schreiben Sie Leserundenbetreiber/Autoren persönlich an und entschuldigen Sie sich, ohne ihnen etwas vorzujammern. Geben Sie zu, einen Fehler gemacht zu haben, und versprechen Sie nicht schon wieder was, was Sie nicht halten können. (Auch das Zurückschicken eines Buches ist möglich.)

 

3. Machen Sie sich eine Liste und „arbeiten" Sie sie konsequent durch. Lesen - Buch beenden - Nachdenken - Rezension schreiben - Abhaken - Pause machen. Nächstes Buch ... Das machen Sie so lange, bis sich ihr SuB in einen kBm verwandelt hat. ( kBm heißt: keine Bücher mehr.)

 

4. Fragen Sie sich ernsthaft, ob es nicht noch etwas anderes geben kann, wobei man Ihre Meinung schätzt, worüber Sie sich freuen können. Gehen Sie in sich ...

 

Bleiben Sie mir gewogen! Antonia Günder-Freytag

 

 

 

 

 

 

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Rücklicht - Freitagsgedanken oder auch "Ich habe ein Buch geschrieben!"

Von einer, die auszog Berlin kennenzulernen ...

Als ich Freitagspätnachmittag ankam, wurde ich das erste Mal überrascht: "Sie hatten ein Raucherzimmer gebucht?", fragte mich die reizende Empfangsdame. "Ja." Ich hielt den Atem an - konnte es möglich sein ...

"Ich bin darauf aufmerksam gemacht worden, Sie auf alle Fälle darauf hinzuweisen, dass wir keine Raucherzimmer mehr haben." Ein entschuldigendes Lächeln.

Ich frage mich gerade, warum man dann einen Haken bei Raucher in der Anmeldemaske des Hotels machen konnte - nicht, dass ich nicht wüsste, dass Rauchen allgemein verpönt und verboten ist ...

"Seit letzten Monat haben wir keine Raucherzimmer mehr - wir haben renoviert."

"Aha."

Ich latsche also in mein Nichtraucherzimmer und frage mich, was renoviert wurde, aber lassen wir das - das Zimmer war warm, trocken und das Bett gut. Voller Begeisterung, mich gleich ins Berliner Leben zu schmeißen, packte ich meine Sachen aus und zog los. (Leider ohne Jacke) Einmal um den Block. Die Buchmesse Berlin war gleich um die Ecke. Genau, wie ich mir das ausgerechnet hatte, als ich das Hotel buchte. Da ich als Autorin in Eigenregie mit meinen bookshouse - Kolleginnen einen Tisch gemietet hatte, musste ich meine Bücher ja schließlich selbst schleppen und da verzichtet man gerne auf jeden Meter ... Das Logenhaus! Ein wunderschöner Bau, sehr geeignet für eine Buchmesse. Am Freitag bin ich schon ein wenig darin herumgeschlichen und merkte, wie die Vorfreude stieg. Um diese zu beruhigen, machte ich erst einmal einen ausgedehnten Spaziergang zum Kurfürstendamm, kaufte mir eine Winterjacke (Das kommt davon - wann werde ich endlich erwachsen?)  und verzog mich so bestens gerüstet in den Biersalon. (Wohin sollte man als Münchner denn sonst als erstes verschwinden?)

Pünktlich um 18.00 holte mich eine liebe Kollegin und Berlinerin ab - Patricia Strunk, manche werden durch ihre tollen Bücher - Inagi- kennen ... http://www.amazon.de/gp/product/1494221802?keywords=Patricia%20Strunk&qid=1449218401&ref_=sr_1_3&sr=8-3

Und wie es so immer war - es wurde spät :) Autorinnen unter sich ...

Am Samstagmorgen begann dann die Buchmesse und es war ein tolles Erlebnis, endlich ganz viele Leute zu treffen, die man vorher nur aus dem Netz kannte und mit denen einen schon seit Jahren eine Freundschaft verbindet - Ich muss sagen, man irrt sich nicht, wenn man jemanden via Internet kennenlernt, gleich den richtigen Ton findet und das über Jahre vertieft. (Und denen konnte man doch tatsächlich endlich mitteilen, dass man ein Buch geschrieben hat :) Glaubt ihr nicht? Ich habe es getan :) )

Ich könnte jetzt eine Menge Namen auflisten und würde doch viele vergessen ... Ich möchte mich jedenfalls auf diesem Weg bei meinen bookshouse - Kolleginnen Sandra Florean, Liane Mars und Evelyn Barbrügge bedanken. Es war eine tolle Zeit mit euch am Stand! Erstaunlicherweise wurden meine Bücher hauptsächlich verkauft, wenn ich gerade mit Leann Porter in der Bar saß und ich möchte Liane noch ein besonders Dankeschön schicken, weil sie nicht müde wurde, mich jedes Mal im unteren Stockwerk einzusammeln, damit ich nach oben kam und signierte ... (Das Buch war geöffnet worden und der Signierstift lag daneben - mit so viel Service konnte man nicht rechnen - Danke!)

Nachdem nun die Messe am Sonntag endete zog Wehmut in mir auf und ich fragte mich, ob es richtig war, noch zwei Tage länger in Berlin gebucht zu haben - was soll ich sagen? Es war richtig! Am Montag Mittag traf ich eine weitere Berlinerin/Autorin/Künstlerin - Sandra Roszewski. Ein nettes Plauderstündchen ging schnell vorbei ...

Ihre Bilder sind der Hammer und es wirklich wert, einen näheren Blick darauf zu werfen! So gestärkt lief ich quer durch Berlin (Google Maps machts möglich) und kam tatsächlich dort raus, wo ich hinwollte: Ans Brandenburger Tor! Ich fühlte mich erschöpft, aber auch echt happy - nur zu Fuß kann man eine Stadt kennenlernen, da bin ich mir sicher - aber fragt nicht meine Füße :)

Insgesamt bin ich mehr als 20 Kilometer in zwei Tagen gelaufen und kann nur sagen: Es hat sich gelohnt! Ich werde sicher wieder nach Berlin fahren und weitere Kilometer dazu laufen!

Eine tolle Stadt mit sehr herzlichen und offenen Menschen! Eine Weltstadt, die es geschafft hat, mich als Münchnerin im Sturm zu erobern!

Ach, und bevor ich es vergesse: Ich habe ein Buch geschrieben ... (Der besondere Gruß geht an Leann Porter, sie weiß schon warum - und ja Leann ich weiß: Du hast einen SuB :) )

Bleibt mir gewogen - ich muss jetzt wieder ein Buch schreiben - bis die Tage!


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Rücklicht, Montagsgedanken

Ja was soll ich schreiben? Das was mir die letzten Wochen vermehrt durch den Kopf ging, hatte gar nichts mit meinem eigenen Texten zu tun, sondern mit denen von anderen und auch Filmen.

Sex sells? Das war der Gedanke, der mir immer und immer wieder durch das Gemüt zog und ich mich fragte, ob das wirklich wahr ist.

Da sitzt mal also wirklich nichts Böses ahnend vor einer Vorabendserie und die Handelnden haben einen Krimifall zu lösen, oder irgendwelche familiäre Probleme, oder der Hund ist weggelaufen oder die Sau hat Bauchschmerzen, was weiß ich. Man sitzt da so und guckt mit halber Aufmerksamkeit zu, weil es auch nicht wirklich spannend ist und dann auf einmal- vollkommen aus  dem Kontext gezogen, fallen die beiden Erwachsenen übereinander her, als ob sie am Verhungern wären. Bumms, bin ich wach und verlasse den Raum, um eine zu rauchen. Und das nicht, weil ich prüde wäre, oder unter sehr starkem Nikotinentzug litt, sondern, weil ich körperliche Krämpfe bekomme. Das Paar hat keinerlei Berührungspunkte, außer, dass sie gemeinsam in der gleichen Kameraeinstellung sind. Kein Knistern, keine Spannung zwischen den beiden auszumachen. Und jetzt soll ich ihnen abnehmen, dass sie sich in den Kissen tummeln?

Nein!

Die Essiggurke auf dem Leberwurstbrot in der vorherigen Einstellung hatte mehr Sexappeal als die beiden zusammen...

Genau das selbe ist mir bei Büchern aufgefallen. Die Protagonisten lernen sich kennen, tauschen ein paar unnötige Floskeln aus und landen auf dem Küchentisch - da war mir das Leberwurstbrot eindeutig realistischer. Mal ganz abgesehen von der Gurke.

Woher also diese eruptiven Ausbrüche von Sexlust? Wem sollen sie was bringen? Wenn ich ein fiktives Paar beobachte, mit ihnen mitleide, mit ihnen mitfühlen kann, dann sind solche Szenen ja eine direkte Erleichterung - aber im langweiligen Vorabendprogramm?

Auf den ersten drei Seiten eines Buches?

Meine Leser haben schon mal moniert, dass ich kaum Liebe in meinen Büchern zulasse. Stimmt. Dann müssten sie länger werden. So bekommt sich mein Paar und ich blende ab. Zum Wohler vieler  Leser, die ansonsten die gleichen Bauchschmerzen bekämen, wie die Sau im spannenden deutschen Vorabendprogramm - allerdings vor Lachen - Bleibt mir gewogen - Eure Antonia

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Rücklicht, Montagsgedanken

Super toll, klare Leseempfehlung - fünf Sterne

Totaler Mist, dilettantische Nuss - ein Stern


Ja, so kann es einem gehen als Autor. Und so geht es einem auch als Leser. Nur, wo ist die Grenze des guten Geschmacks? Wo die pure Lust am Verriss; die Angst es sich mit dem Autor zu verscherzen?


Es ist heutzutage gar nicht mehr leicht, eine Rezension zu schreiben. Früher las ich ein Buch, klappte es zu und war entweder heilfroh, dass es endlich hinter mir lag, respektive ganz schnell ins Bücherregal zurückwanderte, oder ich war so begeistert, dass ich beleidigt war, wenn es nicht der Nächstbeste, dem ich es unter die Nase hielt. sofort anfing zu lesen ...

Wenn es ein gutes Buch war, verweilte ich noch Tage und Wochen in Gedanken bei meinen Helden und trauerte um die Trennung, die auf Grund der beendeten Geschichte eingetreten war. Nicht selten las ich das Buch von Vorne.

Wenn es mir nicht gefallen hatte, diskutierte ich mit anderen Lesern, was mir nicht gefallen hatte. Manchmal machte ich sie erst mit meinen Schimpfkanonaden auf das Buch aufmerksam und sie liebte es - zu meinem Erstaunen.

Und heute? Heute gibt es eine Reihe an Buchbloggern, die sich mit nichts anderem beschäftigen, als Bücher zu lesen und ihre Meinung über die jeweiligen Ergüsse zu schreiben.

Hilfreich? Manchmal. Ich kenne ja leider die Blogbetreiber nicht persönlich und kann darum ihre Meinung nicht so gut einschätzen.

Das einzige, was ich einschätzen kann, ist, wenn jemand schreibt, das Buch wäre unsauber lektoriert und korrigiert. Das Können will ich einem Buchblogger sicher zugestehen.

Der Rest? Für mich eine Empfehlung, ein Windhauch an der Waage, ob ich das Buch jetzt endgültig kaufen soll, oder nicht. Nicht wirklich entscheidend. Dafür gibt es Leseproben, die mir mehr als 1000 Rezensionen sagen.

Worauf will ich jetzt eigentlich raus, werdet ihr euch vielleicht fragen?

Nun, für mich als Autorin ist es mittlerweile wirklich schwierig geworden Rezensionen zu schreiben. Ich halte mich bei Kolleginnen eigentlich vollkommen zurück. Eine Hand wäscht die andere? Wer weiß? Ich möchte das nicht und ich möchte auch nur gute Rezensionen, wenn der Leser das, was er da schreibt, auch wirklich so empfunden hat.

Ich für meinen Teil freue mich, dass es Buchblogger gibt. Welche, die einen nicht kennen und denen es piepswurst sein kann, was ich von ihren Rezensionen halte. Wenn sie sich an die Netiquette halten, ihre Kritik gerechtfertigt und nachvollziehbar ist, bin ich für jeden Hinweis, wie man was vielleicht besser machen könnte, dankbar.

Mich erstaunt umso mehr, wie oft Autoren auf eine Kritik hochgehen, die vollkommen belegbar ist und nicht aus der Luft gegriffen. Wenn sich in einem korrigierten, lektorierten Buch unübersehbar die Rechtschreibfehler tummeln, die noch dazu nicht von Buchstabendrehern, sondern nicht erkannter Grammatik stammen, dann wird ein Blogger das wohl sagen dürfen.

Mir wäre sicherlich auch sehr negativ ein Fehler aufgefallen, wenn es um die Verwechslung von "seid" und "seit" geht. Das hat eigentlich noch nicht einmal mehr was mit Rechtschreibung zu tun, sondern mit dem Verständnis der deutschen Sprache. Wenn solche Fehler noch nicht einmal einem Lektorat auffallen, dann fragt man sich als Leser, wo man eigentlich hingeraten ist und kann getrost wieder zu Indiebüchern greifen, die bestimmt von vielen bemühten Gegenlesern korrigiert wurden.

Was lernen wir daraus? Das Korrektorat und Lektorat eines großen Verlags ist auch nicht unfehlbar und der Autor an sich ein empfindlich Wesen ...

Ich habe mich mal furchtbar über Steven King aufgeregt, als er drei Seiten lang über ein Mädchen in einem roten Minirock schreibt - ich fing an, mir zu überlegen wie alt der Lustgreis eigentlich schon wäre - und dann schreibt er am Ende des Kapitels, "Dann steckte sie ihre Zigaretten in die Hosentasche und verließ die Disco"

Noch Fragen? Da habe ich mich auch gefragt - wo war das Lektorat, der Gegenleser? Wo warst du Steven???


Hab ihr so etwas auch schon mal erlebt? Und was haltet ihr von Kritik am Buch und Autoren, die nicht kritikfähig sind?





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Herzlich Willkommen auf meiner Seite!

Ständig tut sich was im Autorendasein und ich werde versuchen, euch hier auf dem Laufenden zu halten.

Über Feedback und Anmerkungen freue ich mich - natürlich auch auf meiner Autorenseite von Facebook. https://www.facebook.com/Antonia.Guender.Freytag/

Ebenfalls bin ich auf Lovelybooks zu finden

http://www.lovelybooks.de/autor/Antonia-G%C3%BCnder--Freytag-/

wahrscheinlich auch auf Twitter und Was-liest-du und wie sie alle heißen ... Allerdings sage ich dort nicht viel. Ich wollte ja eigentlich Bücher schreiben. Für euch Bücher schreiben und nicht nur Beiträge ... Bleibt mir gewogen! Ich freue mich auf euch!

Liebe Grüße

Antonia Günder-Freytag