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Montagsgedanken - Energiewende - Umdenken?

Energiesparen? Natürlich. Das hat man mir schon als Kind beigebracht und ich finde nicht, dass es was mit dem neuen Zeitgeist zu tun hat. Schon immer hat es geheißen, wenn du aus einem Raum hinausgehst, machst du das Licht aus.

Zuletzt hat mir jemand einen Witz geschickt, der das Thema aufgreift. Jetzt bin ich kein Schwabe, sondern nur ein Mensch, der ungern unnötig Geld aus dem Fenster wirft.

Zur Auflockerung kurz den Witz: 

Ein neunzigjähriger Schwabe liegt im Sterben. Er nimmt noch einmal alle Kraft zusammen und fragt mit ersterbender Stimme: "Ist meine geliebte Frau Erika an meinem Bett?"

"Ja, geliebter Mann, ich bin hier."

"Sind auch meine Kinder hier bei mir?"

"Ja, Vater, wir sind hier."

"Sind auch meine Brüder hier bei mir am Bett?"

"Ja, Erich, wir sind hier bei dir."

"Warum, verdammte Pest, brennt dann das Licht in der Küche?"

 

Ja, genauso sehe ich das auch . Warum brennt irgendwo das Licht, wenn keiner im Raum ist? Warum brennt,  außer Außenbeleuchtungen, die böse Diebe abhalten soll, überhaupt wo Licht, wenn sich keiner im Raum befindet?

Warum muss man Coffee-to-go-Becher benutzen? Warum drei Meter zum Briefkasten mit dem Auto fahren? Warum die Heizung im Winter so hoch drehen, dass man im T-Shirt und der kurzen Hose auf dem Sofa sitzen kann? Wieso muss ich meinen Abfall in die Natur schmeißen? Warum nicht schon bei Einkaufen an den Müll denken? 

 

All diese Fragen und noch mehr kann man sich als Privatperson stellen und dementsprechend reagieren. 

 

Was ich jetzt allerdings echt den Knaller finde - und das mag ja meine ganz eigne Meinung sein - ist, dass einem mit dem Mäntelchen der Nachhaltigkeit und Klimarettung dauernd Sachen aufs Auge gedrückt werden, die eine Menge Geld kosten.

Wenn etwas bei mir in meinem mittelalterlichen Haushalt kaputtgeht, überlege ich mir, ob ich es

A) überhaupt gebraucht habe und darum jetzt neu erwerben muss.

B) wenn ich es neu erwerben muss, werde ich es natürlich modern und der heutigen Zeit gemäß erwerben.

 

Aber jetzt frage ich mich, warum man von Seiten der Regierung teils dazu gezwungen werden soll, Sachen, die noch funktionieren auszutauschen.

Ist das nicht auch eine Menge Müll, die vermieden werden könnte? Kann man nicht erst abwarten, bis das Alte den Geist aufgibt und sich dann erst das Moderne, Umweltbewusste kaufen/einbauen lassen?

Ich nehme jetzt mal meinen hoffnungslos altmodischen Stromkasten. Wie ich zuletzt lesen durfte, wird es jetzt zur Pflicht, sich einen neuen elektronisch ablesbaren Stromzähler einbauen zu lassen.

Bei dem Bild, das diesen Text begleitet, wird es jedem klar, dass das bei diesem Modell kaum möglich sein wird. Also: Ich muss den ganzen Kasten austauschen lassen. Wenn jetzt jemand sagt, dass es doch viel praktischer ist, wenn der Strom elektronisch abgelesen wird und keiner mehr zum Ablesen kommen muss - stimmt nicht, ich sende meinem Stromanbieter einmal im Jahr ein Kärtchen, auf dem mein Verbrauch steht.

In Zeiten, in dem alles gehackt wird, auch wenn nicht unbedingt ein Sinn dahinter ist, außer, dass man es kann, finde ich es sehr beruhigend, dass außer den Leuten beim Stromanbieter, die mein Kärtchen erhalten und ich, niemand weiß was ich so treibe, respektive wie viel Strom ich verbrauche  (nicht viel, ich schalte die Lichter aus und beende alle Standbys per Kippschalter.) 

So wer profitiert also von der Neuerung? Doch nicht ich - (durch eine andere Art des Stromablesens spare ich 60 Cent für die Briefmarke und habe einen monatliche Grundgebühr für das neue Gerät) 

Auch nicht die Umwelt, da ich ja nicht plötzlich weniger Strom verwende, sondern ganz im Gegenteil noch funktionierende Geräte jetzt im Müll landen.

Die einzigen die profitieren sind die Typen, die diese Geräte bauen und vertreiben. Der Elektriker, der mir den neuen Stromkasten einbaut. Und die Firma, die die Ablese macht.

 

Die Umwelt? Die Natur? Ich sehe keinen Vorteil. 

 

Und leider, aber ich werde das hier nicht weiter ausführen, ist das nur eine Maßnahme unserer Regierung, die angeblich so wunderbar energiesparend ist und dabei noch mehr die Umwelt versaut. Ich denke da an künstliche Wärmedämmung bei Haus, wo ich gar nicht wissen will, wohin mit dem ganzen Kunststoffmüll, wenn so ein Haus wieder abgerissen wird. (Mal ganz abgesehen, dass man diese Plastikhäuser auch wieder mittels Strom belüften muss, weil man sonst erstickt, oder im Schimmel lebt)

Oder erst schmeiße ich Glühbirnen im ganzen Haus in den Müll, weil ich jetzt die Energiesparlampen benutze ... Wie wäre es mit erst warten, bis die Birne durchbrennt?

Kann ja sein, dass ich einen altmodischen Geschmack habe, was Umwelt schonen und Energiesparen habe, aber ich kann mich mit den Maßnahmen, die momentan ergriffen werden, nicht anfreunden.

Besser wäre es sicherlich, Kindern und auch interessierten Erwachsenen beizubringen, wie man etwas reparieren kann.  Das wäre nachhaltig und würde Ressourcen sparen.

Meine Gedanken ....