Rücklicht, Montagsgedanken

Lesungen fürs Volk? Fürs Volk!

Mittwoch durfte ich eine vollkommen neue Erfahrung machen, die ich nicht missen will. Ich habe in der Gorilla Bar in München Neuhausen zusammen mit meinen Kollegen Ruth M. Fuchs und Marcus Sammet gelesen. Wir wollen so eine kleine Institution schaffen, die sich da nennt - MÜNCHEN MORDET MANNIGFALTIG - Gedanke dahinter: Ruth schreibt mit ihrem Elfendetektiv Erkül Bwaroo in der fantastischen Richtung, Marcus mit seiner "Sterbe wohl" -Reihe ist eher im blutigen Thriller zuhause und ich, ja ich liebes klassisch. Viele Verdächtige, wenig Blut und Münchner Detektive.

Was ich jetzt aber eigentlich sagen, respektive schreiben wollte war - ja ja, wer mich kennt, weiß ich springe von einem Gedanken zum anderen ... Also: Lesung fürs Volk. Diesmal waren es nicht die selbsternannten Literaten, die zu Lesungen wallfahren und leise im Publikum sitzen. Diesmal wurde nicht verhalten gehüstelt, sondern gehustet, der Hund bellte, das Glas wurde auf dem Tisch abgestellt, es wurde getuschelt, es wurden Flaschen geöffnet, das Mirkofon kam mir gefährlich nahe und das Publikum hat sich kaputtgelacht. Ich will damit sagen - bei einer solchen Lesung die Konzentration zu halten, sich nicht dauernd zu verlesen und nicht schlussendlich mit einem Lachkrampf vom Stuhl zu fallen, bedeutet viel Arbeit- Arbeit, die mir Spaß macht. Für die ich dem "Volk" das dort kam, aufrichtig danke. Der Unterschied ist wie Wimbledon zu American Open. Wenn in Wimbledon ein Schmetterling übers Grün fliegt wird unterbrochen. Bei en American Opens gibt es Zwischenapplaus, Dosen fliegen durch die Zuschauerränge - Leben ... Es hat beides was für sich, ich freue mich so viel wie möglich zu lernen! In diesem Sinne macht es für die Woche gut, ich melde mich nächsten Montag wieder, wenn es heißt Rücklicht, Montagsgedanken ....